|
Kochrezepte
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
| |
| |
| |
| |
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
| |
| Das
Wetter in Ungarn |
 |
| aktuelle
Temperaturen |
| |
| |
| |
|
|
Kuchen
- sütemény
|
|
|
|
Lángos
(sprich:
Langosch) /
Fladen
in Deutschland:
Nürnberger Krapfen
Wer
weiß schon in Deutschland, dass dieser im Fett gebackene
Fladenkuchen,
den die
Ungarn den Touristen so herzlich gern als Nationalspeise zum Probieren
aufschwätzen, im Mittelalter noch Nürnberger Krapfen
hieß und auf dem Lande
um Nürnberg herum auch heute noch genauso bekannt ist, wie
Lángos in
Ungarn. Der Nürnberger Krapfen wird im Nürnberger
Land traditionell von
Frauen gebacken, aber ganz clever. Sie überlassen die harte
Arbeit, das
Kneten den
Männern, die den Teig sitzend im Kniebereich auf der Lederhose
zum Fladen
formen.
Der Nürnberger Krapfen hat seinen Weg auch in die deutsche
Hauptstadt
gebahnt
und so entwickelte sich aus dem gleichen Rezept der Berliner
Pfannkuchen. Auch den kennt man in Ungarn und nennt man dort
Fánk. Das
ist die ungarische Abkürzung
für Pfannkuchen, weil die Ungarn Pfannkuchen nicht aussprechen
können.
Übrigens:
diese möchtegern ungarische
Nationalsezialität wird in Kanada von den Indianern als ihre
eigene Spezialität angeboten - im Winter.
Seit eh
und je mit einer Knoblauchtunke bestrichen und stark gesalzen,
wurde Lángos
von den DDR-Rucksacktouristen zum Erstaunen der Ungarn mit Marmelade
verspeist - wie der
Berliner Pfannkuchen. Lángos wird heute immer öfter
mit saurer Sahne
bestrichen und mit Käse und Schinken belegt, neuerdings auch
mit
Ketchup bestrichen und pizzaartig belegt – die Phantasie in
der Küche
ist ja
grenzenlos. Der aktuelle Modegeschmack der Jugendlichen ist mexikanisch
scharf,
wie die Tortillas. Unser Geheimtipp für Feinschmecker ist kaum
bekannt:
Kraut-Lángos pur
oder mit ganz wenig Puderzucker bestreut - eine Delikatesse
für
Feinschmecker. Da Kraut-Lángos mit viel Arbeit verbunden
ist, bekommt
man ihn nur selten. Am besten in der Markthalle von Budapest nachfragen.
Zutaten
für den Teig:
500 g
Mehl Typ 405, 40 g Frischhefe, 200 ml Milch, 100 ml Wasser, 1 TL Salz, 1 TL Zucker, 50 ml
Sonnenblumenöl - und 1 Liter Sonnenblumenöl zum
Frittieren.
Alle
Zutaten sollten Zimmertemperatur haben. Das Mehl in eine
Rührschüssel sieben, die Hefe in der lauwarmen Milch
auflösen. Alle Zutaten dazugeben und einen Teig kneten.
Unterschiedliche Mehlsorten binden unterschiedlich viel
Flüssigkeit. Nach Bedarf in kleinen Mengen etwas Mehl
hinzumischen, wenn der Teig zu weich und klebrig ist. Der Teig ist
fertig, wenn er sich vom Boden leicht löst, glatt, elastisch
und geschmeidig ist. Zudecken und an einen warmen Ort 30 Minuten ruhen
lassen. (Der Teig kann auch einige Stunden ruhen, sollte dann
zwischendurch mal durchgeknetet werden)
In einer großen
Pfanne soviel Öl erhitzen, daß der Teig an der
Oberfläche fast schwimmen kann. Die Hände mit etwas
Speiseöl benetzen, den Teig portionieren, wie eine
Pizza flachziehen und von beiden Seiten goldgelb
backen. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen
lassen. Ergibt etwa 8 große Langosch. Am besten gleich nach
dem Frittieren salzen und heiß servieren.
Mehl
warm stellen. Aus der Hefe mit etwas Milch und Mehl einen Vorteig
bereiten,
gehen lassen und zum vorgewärmten Mehl geben, salzen. Mit
soviel Milch
durchkneten, dass eine brotteigähnliche feste Masse entsteht.
Mit Mehl
bestreuen, lauwarm stellen und gehen lassen. -
Auf einem mehlbestäubten Brett aus dem Teig kleinfingerdicke
Rundstücke ausrollen
und in einer Pfanne mit viel heißem Öl backen. Kurz
abtropfen lassen und noch
heiß servieren. Tipp: ursprünglich wurde
Lángos im Backofen vorbereitet und schmeckt so wesentlich
besser - der Teig ist
schon fett genug und benötigt kein zusätzliches
Öl oder Fett zum Ausbacken.
Knoblauchtunke: Einige
Zehen Knoblauch fein hacken, in wenig heißem Wasser ziehen
lassen und mit einem Backpinsel über den frischen Langosch
verteilen.
Kartoffel-Lángos:
Kartoffel kochen, zerdrücken und in das Mehl rühren -
100 g Kartoffel zum 300
g Mehl.
Kraut-Lángos:
Weißkohl (100 g Kraut zu 300 g Mehl) zerreiben und in einer
Pfanne im heißen
Öl glasig werden lassen, mit wenig Salz und Zucker
abschmecken. Zum Mehl
mischen, wie oben beschrieben gehen lassen und backen.
|
| |
| Kiachä
- ein Vergleich zu Lángos |
Im Wendelsteingebiet
- also ebenfalls in Bayern bekannt ist die
Kiachä, die Lángos zum Verwechseln ähnlich
aussieht. Im Kiachäteig wird das Fett
durch Milch und Quark ersetzt. Kiachä
ist daher weniger fett als Lángos, sie
wird im
Alpengebiet
als Brot zur Gemüsesuppe gegessen. Kiachä
erinnert an die alte indogermanische Heimat im heutigen
Länderdreieck Indien, Pakistan und Afghanistan, wo
sie genauso
bekannt
ist, wie in den Bauernhöfen im Wendelsteingebiet,
südlich von Rosenheim.
Sprachwissenschaftler
fanden heraus, dass Kiachä in Pakistan einen
dialektartig vergleichbaren
Namen
hat. Der Ursprung von Kiachä wird daher in der alten
indogermanischen Heimat
vermutet.
Zubereitung: Weizen-
und Roggenmehl, Salz, Hefe, Milch und Quark werden zu Teigkugeln
geknetet, anschließend zu handtellergroßen Fladen
ausgerollt und wie Lángos, in heißem Fett
einzeln
gebraten.
|
| |
|
Apfelkuchen
/ Almás lepény
Zutaten: 300
g Mehl, 120 g Butter, 50 g Zucker, 1 Ei, Eigelb von 2-3 Eiern, 1 EL
Schmand,
1 Prise Salz, 1 kg geschälte Äpfel in Scheiben
geschnitten, Zimt, 1 Handvoll
Brösel.
Teig: Mehl,
Butter, Zucker, Ei, Schmand und Salz zum Teig kneten. Zweigeteilt die
eine
Hälfte auf dem Backblech ausbreiten.
Füllung: Apfel
mit Zimt und Zucker kochen, bis die Flüssigkeit restlos
verdampft,
abkühlen lassen. Den Teig auf dem Backblech mit
Bröseln bestreuen, die
Apfelscheiben darauf verteilen. Die Bröseln sollten die
Feuchtigkeit der Äpfel
aufsaugen.
Zubereitung: Die
zweite Hälfte vom Teig darüber verteilen und mit
einer Gabel überall
einstechen, damit die noch verbliebene Flüssigkeit aus dem
Teig dampfen kann.
Mit dem Eigelb bestreichen und gleichmäßig
rosafarbig backen. Mit einem sehr
scharfen Messer verteilen . |
| |
|
Weichselkuchen
/ Meggyes lepény
Zutaten: 150
g Butter, 200 g Mehl, 200 g Zucker, 4
Eier, Saft und geriebene Schale einer halben Zitrone, 1/2 Packung
Backpulver, Vanillezucker,
1 Prise Salz.
Teig: Butter
und Zucker geschmeidig rühren, 4 Eier dazugeben, zuerst das
Mehl, dann
die restlichen Zutaten dazugeben und geschmeidig rühren.
30X40cm
großes und 5 cm hohes Backblech buttern, mit Mehl
bestreuen und den
Teig mit einem Holzlöffel darin verteilen.
Füllung: je
nach Jahreszeit entkernte Weichselkirschen, Pflaumen oder Aprikosen
gleichmäßig auf dem Teig verteilen.
Im
Backofen gleichmäßig rosa backen. Das Obst
versinkt etwa zur Hälfte im
Teig während des Backvorganges. Noch warm sollte man in
Schnitte teilen . |
| |
|
Vargabéles
mit Obst
/ Vargabéles
Zutaten für 8 Personen:
500g
halbfetter Quark, 200g Fadennudeln, 250g gemischtes, irgendeines
zerstückeltes
Obst (Kompott is ebenso geeignet), 400ml saure Sahne, 4 Eier, 100-100g
Rosinen,
Margarine und Puderzucker, 2 Pck. (vier oder sechsblättriger)
Strudelteig,
2TL Vanillenzucker, Zitronenschale, 1TL Salz.
Vorbereitung: Die
eine Packung des Strudelblattes trennen, und ein mittelgrosses,
tieferes
Backblech damit so auslegen, dass es auch einen Rand bekommt. Zwischen
den
Strudelblättern mit zergangener Margarine begiessen. Die klein
gestückelten
Fadennudeln in salzigem Wasser kochen, dann warm halten. Den
durchpassierten
Quark mit dem Eigelb, der 50g zergangener Margarine, Puderzucker,
Vanillinzucker,
Zitronenschale und saure Sahne glatt rühren. Das Eiweiss steif
schlagen. Das
Obst klein schneiden und abtropfen.
Zubereitung: Die
gekochten Nudeln mit der Eier-Quarkcreme, Obst und Eiweiß
mischen. Das
ganze auf das mit dem Strudelblatt ausgelegte Backblech geben,
glattmachen, und
mit der zweiten Packung Strudelblatt bedecken, zwischen den
Blättern wieder mit
zergangener Margarine begießen. Im vorgeheizten,
heißen Backofen rot-braun
backen, und würfeln, mit wenig Puderzucker bestreuen und so
anbieten.
Am
besten schmeckt der Vargabéles mit Aprikose,
Sauerkirsche, Zwetschge oder
Pfirsich . |
| |
|
Sauerkirschstrudel
/ Meggyes rétes

Dieser
Festtagskuchen aus der bäuerlichen Küche
trägt
in seinem Namen das Wort
„Schicht” (réteg), besteht er doch aus
mehrfach gefalteten Teigschichten.
Strudelteig wird aus Strudelmehl (Typ 550 im Supermarkt) mit Fett,
Eiern, Salz und
Wasser
geknetet und dann mit den Händen hauchdünn
ausgezogen. Als Füllung sind vor
allem Quark und Mohn, aber auch Kraut, Walnuss und Obst beliebt. - Der
länglich
aufgerollte Strudel wurde um die vorige Jahrhundertwende in Spiralform
auf einem runden
Blech im Bauernofen gebacken. Vorher wurde er reichlich mit saurer
Sahne
begossen, damit er weich und blättrig wurde, aber nicht
austrocknete. Diese Spezialität
gehörte vor allem in Transdanubien und in der Tiefebene zum
Festmenü. Besondere
Anlässe zum Strudelessen
waren Neujahr, eine Hochzeit oder die Geburt eines Kindes.
Zutaten für 2 Stangen: 1
fertig gekaufter sechsblättriger Strudelteig, 1000g
Sauerkirschen, 100-150g
zerbröckelte Biskuitsbrösel ( oder
zerbröckelte Biskuit, eventuell ungefülltes
Dauerteegebäck oder süßes Zwieback ), 3EL
Öl, 2-3EL Mehl, 1TL gemahlener
Zimt, 1Espresso Löffel gestoßene
Gewürznelke, Zucker nach Geschmack, 1 Ei
darauf
Vorbereitung: Zur
Füllung die Sauerkirschen waschen, entstielen und entkernen,
dann mit dem
Saft zusammen in eine Kasserolle geben. Bei kleiner Hitze, unter
ständigem Rühren
nur solange erhitzen, dass er wenig Saft gibt. Dann von der Kochstelle
nehmen,
und die Gewürze und den Zucker dazugeben. Nur soviel
Biskuitbrösel
hineingeben, die den Saft ansaugen kann. Auskühlen lassen.
Zubereitung: Die
getrennten Strudelblätter mit Öl beschmieren, dann
drei aufeinanderlegen.
Auf dem Rand des Teigblattes die Hälfte der Füllung
in einem Streifen geben.
Fest aufrollen, und die Stange auf das Backblech legen. Oben darauf mit
Öl
vermischten geschlagenem Ei beschmieren. Die andere Stange auf diese
Weise
anfertigen, und in den vorgeheizten, heißen Backofen
schieben. Bei mittlerer
Hitze backen.
Tipp: Den
gebackenen Strudel nur dann anschneiden, wenn er schon
abgekühlt ist.
Statt frischer Sauerkirsche kann auch tiefgefrorene Sauerkirsche oder
abgetropftes entkerntes Sauerkirschkompott genommen werden. Es schmeckt
noch
besser, wenn die Hälfte der Biskuitsbrösel mit
gemahlener Nuss ersetzt wird . |
| |
|
Beigli / Wiener Stollen
Eine
echte Kalorienbombe, die in Ungarn Ostern und Weihnachten aufgetischt
wird. Das
Wort Beigli stammt zwar aus dem deutschen Beigel (wird neulich Bagel
geschrieben), der in Nordamerika als doughnut
(Krapfen) bekannt ist. Beigli und Beigel (Bagel) haben aber miteinander
nichts zu tun.
In Wien wird Beigli von den Zugereisten als Wiener
Stolle bezeichnet und dort auch mit einer Schokoladencreme
überzogen.
Zutaten für 4 bis 6
Stollen: 600 g
Strudelmehl, 250 g Butter oder Margarin (es reicht auch die
Hälfte, dann wird
der Teig luftig-locker-leichter nach dem Backvorgang), 150 g Zucker, 2
Eier,
1 Hefewürfel, 1/2 TL Salz, 0,2 l Schmand.
Mohnfüllung: 400
g gemahlener Mohn, 200 g Zucker, soviel Wasser, dass die Mischung
streichfähig ist. Wenn man die Füllmasse mit
Aprikosenmarmelade anreichert,
sollte man weniger Zucker verwenden.
Walnussfüllung: 400
g gemahlene Walnuss, 200 g Zucker, soviel Wasser, dass die Mischung
streichfähig ist, 1 handvoll Rosinen, 1-2 Ampullen Rumaroma.
Glasur:
Das
Eigelb von 2 Eiern.
Zubereitung: Die
Zutaten für den Teig mit soviel Schmand oder Saure Sahne
verkneten, dass
der Strudelteig hart wird. In 4 bis 6 Stücke teilen, an einer
lauwarmen Stelle
eine Stunde lang zugedeckt aufgehen lassen. Auf dem Knetbrett
backblechlange
rechteckige Stücke
ausbreiten, füllen und aufrollen
und auf das Backblech
nebeneinander anordnen. Zwischen den Stollen sollte ein Zwischenraum
bleiben,
weil sie im Backofen aufgehen. In dem auf 180°C
vorgewärmten Backofen max. 40
Minuten lang, im nicht vorgewärmten Elektroofen ca. 50 Minuten
lang backen . |
| |
|
Dobostorta / Torte
à la Dobos
Das
ungarische Gegenstück zur Sacher Torte
Zutaten
für den Teig: 125 g
Kristallzucker, 150 g Mehl, 6 Eier.
Zutaten für die
Füllung: 350 g Butter, 300 g
Puderzucker, 70 g Kakaopulver, 3 Eigelb.
Zutaten für die Glasur: 200
g Zucker.
Zubereitung: 6
Eier, 125 g Kristallzucker, 150 g Mehl zu einer Biskuitmasse kneten und
auf
dem gebutterten Backblech einer Springform ausbreiten - insgesamt 6
Biskuitscheiben
sollen daraus werden.
Kakaocreme-Füllung: Den
Puderzucker mit
Eigelb, Kakaopulver und Butter schaumig rühren.
5
Biskuitscheiben mit der Kakaokreme bestreichen und im
Kühlschrank einfrieren.
1
Biskuitscheibe mit der noch heißen, karamellisierten
Glasurmasse übergießen und
vor dem Erstarren mit einem gefetteten Messer in
portionsgroße Tortenstücke
spalten. Nach dem Auskühlen Stück für
Stück einzeln auf die kalte Torte legen.
Die Torte wird beim Serviervorgang den karamellisierten Biskuitscheiben
entsprechend, mit einem nassen Messer aufgeschnitten
. |
| |
|
|
|
Ungarn-Tourist Team
|
| |
| |
|