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typische Weinsorten in Ungarn
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Wein und Ungarn gehören seit eh und je zusammen - zu Attilas
Zeiten als Kriegsbeute, heute aus eigener Produktion.
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WEISSWEINE
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Der WELSCHRIESLING
erreicht in
der zweiten Oktoberhälfte die volle Reife in den
südlichen Weinbauregionen - ansonsten später oder -
wie in den nördlicheren Weinbauregionen nie ganz. Der feurige
und trotzdem milde, harmonische Weißwein duftet leicht nach
Reseda und erinnert an den Geschmack bitterer Mandeln. Aus den
überreifen Trockenbeeren kann ein hervorragender Dessertwein
bester Qualität hergestellt werden. Der Schriftsteller
Sándor Márai äußert sich in
einem seiner Werke wie folgt: "An der Harmonie des Welschriesling
erkennt man die Bildung eines Lateiners, die auch Pannonien eigen ist,
und die hohe Weinkultur. Der Welschriesling gibt dir das
Gefühl der Geborgenheit: Als säßest du mit
Verwandten zusammen im vertrauten Gespräch."
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Das LINDENBLATT
ist eine uralte ungarische Sorte, die auf sonnigen Hügeln auf
fruchtbarem Boden wächst und Ende Oktober die volle Reife
erreicht. Das
Endprodukt ist ein halbsüßer Weißwein, der
in den südlichen
Weinbauregionen - je nach Weinjahr - honigsüß
schmecken kann. In guten
Jahrgängen duftet der daraus hergestellte säurige,
körperreiche Wein
intensiv nach Lindenblüten, schmeckt angenehm und ein wenig
herb. Die
Bezeichnung "Lindenblatt" stammt jedoch von der Blattform der
Lindenblatt-Rebe. Aus den Trockenbeeren wird ein unnachahmlich feiner,
nach Honig duftender, süßer Dessertwein hergestellt.
In den
nördlicheren Weinbauregionen dient das Lindenblatt in
Weinverschnitten
für die Markttauglichkeit anderer Weinsorten. Es liegt an der
Vermarktung dieses Spitzenproduktes aus Ungarn, dass das Lindenblatt in
Deutschland weitgehend unbekannt ist. Man kennt den Lindenblattwein im
englischsprachigen Raum besser und erhält ihn in Kanada und
den USA in
allen Liquore Stores. Der Ungarntourist sollte daher das Lindenblatt im
Urlaubsland probieren und sich beim Gefallen entsprechen versorgen. Am
bekanntesten und begehrtesten ist der halbsüße
Weißwein "Debrői
Hárslevelű" aus der Weinbauregion 18 (Eger). Der Genuss ist
bei einer
Kellertemperatur von max. 12°C zu allen fettreichen Speisen zu
empfehlen.
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Die CHARDONNAY-Weinstöcke
importierte man Ende des 19. Jahrhunderts in großen Mengen
aus Frankreich, als der Chardonnay-Wein weltweit ins Mode kam. Der
feurige, körperreiche und harmonische Chardonnay hat ein
einzigartig feines, manchmal gar "seidiges" Aroma. Die meisten
Jahrgänge sind hervorragend und besonders elegant.
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Der TRAMINER ist ein
milder, harmonischer und
eleganter Wein mit markant-feinem Duft und Geschmack.
Der würzige Traminer stellt durch sein einmaliges Aroma eine
echte Weißweinrarität dar.
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ROTWEINE
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Den BLAUEN PORTUGIESER
hatten
einst die deutschen Siedler aus ihrer Heimat mitgebracht. Es gibt
kaum einen Weinbauern in Villány, der seinen Gästen
nicht ein Gläschen feinen Blauen Portugieser vorsetzen
könnte. Diese früh reifende Sorte bringt auf dem
fruchtbaren Boden des sonnigen Villányer Bergs reiche Ernte
und beste Qualität. Diese spezielle Sorte der
Villányer Weingegend kann klimabedingt in keiner anderen
Weinregion die gleiche Qualität erreichen. Den Blauen
Portugieser benutzt man auch zur Herstellung feiner
Roséweine.
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Der PINOT NOIR ist ein
kräftiger trockener Rotwein von höchster
Qualität aus dem französischen Edelgewächs
Blauburgunderrebe (Pinot noir) von der Cote d´Or. Pinot Noir
reift in den südlichen Weinbauregionen (Region 1 bis 3 und 15)
unter vergleichbaren Klimabedingungen auf vergleichbar guten
Weinböden heran, wie im ursprünglichen Anbaugebiet in
der Bourgogne, woher er im 18. Jahrhundert von den ansiedelnden
Donauschwaben mitgebracht und seitdem in den genannten Weinbauregionen
erfolgreich angebaut wird. Pinot Noir trinkt man etwas gekühlt
- nicht über 15°C - zu allen anspruchsvollen
Speisen. Er ist an erster Stelle zu empfehlen zu allen
Wildgerichten.
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Der BLAUFRÄNKISCHE,
dieser rubin- oder dunkelrote, männlich-markante, schwere und
aromatische Rotwein mit hohem Gerbsäuregehalt, ist sehr
beliebt. Die Weinbauern nennen ihn auch Burgunder.
Der Wein reift ziemlich langsam, die Süße wird nach
etwa einem Jahr von einem feinen, samtigen Geschmack abgelöst.
Dank dem edlen Aroma gehört der Blaufränkische zu den
köstlichsten Weinsorten Ungarns. Der daraus hergestellte
Rosé erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Während
der Blaufränkische aus den südlichen Weinbauregionen
(Region 1 bis 3) ein süßer Wein ist, schmeckt er
säuerlich bis bitter in den nordöstlichen
Weinbauregionen und gibt den charakteristischen Geschmack des sog.
Erlauer Stierblutweines aus der Region 18 (Eger bzw. Erlau) an.
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Der CABERNET FRANC gibt
einen
dunkelroten, nach Himbeeren duftenden Rotwein bester Qualität
ab. Durch den hohen Gerbsäure- und Extraktgehalt, das
intensive Aroma und den samtigen Geschmack beschert er dem Weinkenner
ein einmaliges Erlebnis.
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Der granatapfelrote CABERNET SAUVIGNON
ist reich an feinen Gerbsäuren, sein Duft und sein Aroma
erinnern an Waldfrüchte; er hat unter allen Rotweinsorten den
intensivsten Geschmack. Bei feierlichen Anlässen wird er zum
Wildbret und zum Wildpörkölt (=Wildgulasch) gereicht.
Aus den Trauben beider Cabernet-Sorten werden auch wohlschmeckende
Barrique-Weine hergestellt.
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| Der MERLOT ist ein sanfter,
dunkelroter Rotwein mit intensivem Duft und Geschmack. Nur in den
südlichen Weinbauregionen und schmeckt er weniger herb. |
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Ungarn-Tourist Team
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